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zur Textarbeit

Die Freiheit des Lesers, geboren aus dem Mehr der Failer und dem Ungefähr der Rechtschreibung.

Garderobbe spreche ich mit einem kurzen, offenen “O”. Das DoppelB ist da sehr deutlich. Wie aber spreche ich “Seyn”, “vorbey” und ähnliche ältliche Schreybweysen? E i, wie der Japaner, der kein ai kennt, der “Eisbär” wie “E-isbär” spricht? Ist “mögte” wie “möchte” zu sprechen oder muss man diesen gelinden Zungenbrecher “GT” sauber exekutieren? Sprachen damals in Deutschland die Menschen, wie sie schrieben. Oder ist nicht eher die Schreibung das Willkürlichere von beiden, etwas das sich von Kommission zu Kommission ändert!? Der Lösungsweg war in etwa 40 Seiten lang, während des satirischen Romans von Johann Gottwerth Müller “Siegfried von Lindenberg”, weshalb das mögte der ersten Lesestunde noch GeTe gesprochen wurde und danach schön weich möCHte; ich lese es nun wie wir es heute sprechen.

Die Texte stammen von http://gutenberg.spiegel.de/. Das ist nicht die sauberste Quelle aber eine große und unverzichtbare. Alte Manuscripte wurden gescannt und wenn sie nicht durch eine spätere Auflage lektiert worden sind, ist es manchmal ziemliches Kraut und Rüben. Eine Redewendung zum Beispiel: “Sein Blick blieb haften”. Im Text steht “hasten”. Wahrscheinlich ein Fehler der Scannersoftware, die ein “f” als ein altdeutsches “s” liest. Vielleicht ist aber auch das “h” falsch und es soll eigentlich “rasten” heißen. Ein paar Seiten später kommt dieselbe Redewendung wieder vor und da steht “haften”. So arbeitet man sich durch den Text. Im “Siegfried von Lindenberg” wird Sprache teilweise verballhornt benutzt, um die Dummköpfe herauszustellen, die der normalen Sprache nicht mächtig sind. Inwieweit die lateinischen Zitate verzerrt sind, erschließt sich mir indessen nicht. Manchmal ist der Kaffee nur Kaffe, manchmal Coffie. Und aus diesem und ähnlichen Umständen nehme ich mir die Freiheit ganz nach eigener Schnauze zu lesen.
Nebenbei: Das Projekt Gutenberg hat einen Lektor nötig. Wenn nicht zwei. Ein besonders ärgerliches Beispiel ist da ein zweifach angebotenes Buch (Thümmels “Wilhelmine”) das in seiner zweiten Ausgabe einen Titel hat, der darauf schließen lässt, es sei eine Fortsetznung des ersten, in Wahrheit aber dasselbe ohne Kupferstiche ist.

Unverzichtbar sind Wörterbücher, bzw Internetportale wie dies:  http://woerterbuchnetz.de, welches das Grimmsche, das Adelungsche, eine Reihe regionalsprachlicher Verzeichnisse usw beinhaltet.

 

zum Gebrauch des Players

Im Grunde ist er ja nicht extra noch zu erklären. Einer der Gründe, weshalb er so gut ist. Er spricht schon sich im ersten Blick fast aus. Doch ich schreibe dies nicht grundlos. Mir sind in einigen Monaten immer wieder Dinge aufgegangen an dem Ding, die ich nie bemerkt hatte, da sie mir niemand erklärt hatte. Das soll Euch nicht passieren. Es macht den Umgang mit den Büchern einfacher wenn man die eher verborgenen Funktionen nutzen kann.

in den nächsten Tagen werde ich dies ausführen.

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