Lob der Narrheit

von ihr selbst gepriesen

Kaum trete ich unter eurer zahlreichen Versammlung auf, das Wort für mich zu führen; so entfaltet sich schon eure Stirn, euer Gesicht überzieht eine so muntere ungewöhnliche Heiterkeit, euer fröliches Lächeln winkt mir so freundlichen Beifall zu, daß man euch so viel ihr eurer seid, von dem Nektar der Homerischen Götter berauscht halten könnte; und kurz vorher sasset ihr noch so traurig und schwermüthig da.“

von Erasmus von Rotterdam.

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Musarion

„Das Herz ist ein Betrüger“

1768 schreibt Christoph Martin Wieland „Musarion. Ein Gedicht in drey Büchern“. Erzählt wird wie im antiken Griechenland das Zerwürfnis zwischen den Liebenden Musarion und Phanias durch einen witzigen und anschaulichen Diskurs über die pythagorärische und stoische Philosophie geklärt wird und sie wieder neu zusammenfinden. Die intelligente schöne Musarion, changiert seltsam zwischen Muse und Frau.

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Die Erziehung des Menschengeschlechts

„Es ist nicht wahr, daß die kürzeste Linie immer die gerade ist“

1780 zieht Gotthold Ephraim Lessing in „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ eine gewundene Linie vor. In dieser Schrift, die er kurz vor seinem Tod verfasste, wird Gott verstanden als großer Lehrer. Wir Menschen sind die Schüler. Und das Klassenzimmer ist die Welt.

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