Musarion

“Das Herz ist ein Betrüger”

1768 schreibt Christoph Martin Wieland “Musarion. Ein Gedicht in drey Büchern”. Erzählt wird wie im antiken Griechenland das Zerwürfnis zwischen den Liebenden Musarion und Phanias durch einen witzigen und anschaulichen Diskurs über die pythagorärische und stoische Philosophie geklärt wird und sie wieder neu zusammenfinden. Die intelligente schöne Musarion, changiert seltsam zwischen Muse und Frau.

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Halladat

Halladat, ein rothes Buch, in welchem der Weise seine besten und freyesten Gedanken niederschreibt, und in seinem tiefsten Gewahrsam aufbehält, bis er einen Weisen findet, dem er ohne Sorgen alles offenbaren darf. “

Inspiriert von der ersten deutschen Übersetzung des Korans (1772) nimmt sich Johann Wilhelm Ludwig Gleim vor, eine eigene Bibel zu schreiben. Aus diesem sehr ehrgeizigen Vorhaben sind die 31 Gesänge entstanden, die durchweg orientalisch anmuten (wohl auch sollen), damit aber auch bezeugen, dass Glauben sich nicht von Religionsführern bestimmen lässt.

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Sebaldus Nothanker – Band II

“Das ist recht des Teufels Lockspeise, wenn er uns mit dem weltlichen Vergnügen ankörnen kann.”

Dieser damals (erschienen 1773) sehr einflussreiche Roman “Das Leben und die Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker” von Friedrich Nicolai blieb über die Jahre hinweg wichtig, weil er sehr realistisch den Zeitgeist beschrieb.
“Well, I’m so tired of crying / But I’m out on the road again ”
Band II enthält die Bücher 4 bis 6 von Neunen.

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Die Erziehung des Menschengeschlechts

“Es ist nicht wahr, daß die kürzeste Linie immer die gerade ist”

1780 zieht Gotthold Ephraim Lessing in “Die Erziehung des Menschengeschlechts” eine gewundene Linie vor. In dieser Schrift, die er kurz vor seinem Tod verfasste, wird Gott verstanden als großer Lehrer. Wir Menschen sind die Schüler. Und das Klassenzimmer ist die Welt.

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Sebaldus Nothanker – Band I

“… und Toleranz gebiert Liebe.”

Dieser damals (erschienen 1773) sehr einflussreiche Roman “Das Leben und die Meinungen des Herrn Magister Sebaldus Nothanker” von Friedrich Nicolai blieb über die Jahre hinweg wichtig, weil er sehr realistisch die Zeit, den Zeitgeist beschrieb. Dorfprediger on the road.

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Der Waldbruder

“Das Bild, Rothe! oder ich bin des Todes – “

Die Erzählung in Briefen “Der Waldbruder” (erschienen 1797) von Jakob Michael Reinhold Lenz, die leider Fragment geblieben ist, variiert das Thema des “Werthers” und scheint dabei dessen Verfasser (Goethe) verschlüsselt darzustellen.

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Wilhelmine

“Der Schmaus ging an.”

Ein Satz mitten aus dem opulenten Inhalt des kleinen Epos “Wilhelmine” (erschienen 1764) von Moritz August von Thümmel. Ein Thüringischer Dorfpastor heiratet eine Kammerzofe. Mit Armor (siehe oben) in einer wichtigen Nebenrolle. Ein Bestseller seinerzeit, in mehrere Sprachen übersetzt.

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Siegfried von Lindenberg

“…sagte die Frau und die Borsten auf ihrem Haupte empörten sich.”

Schöner Satz aus dem Roman von Johann Gottwerth Müller “Siegfried von Lindenberg“ (erschienen 1779). Erster original deutscher komischer Roman. Sehr witzig. Don Quijote in Pommerland. Ein dümmlicher Landjunker wird von einem ebenso dümmlichen Dorfschullehrer “erzogen”.

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Andreas Hartknopf

“Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.”

Das ist das Motto des Buches “Andreas Hartknopf” von Karl Pilipp Moritz. In diesem “allegorischen Roman” (erschienen 1786) setzt er sich mit den Schattenseiten der damaligen Erziehungsreformbewegung auseinander. Eine ernste, meditative Erzählung.

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