Zerbin – oder die neuere Philosophie

Wie mannigfaltig sind die Arten des menschlichen Elends!

Der junge Gelehrte Zerbin gerät um das Jahr 1770 in Leipzig unter die Räder dünkelhafter Adelsleute und in die Intrigen dummer eitler Bürgerinnen. Nicht ganz schuldlos verursacht er am Ende selber sein größtes Unglück. Wie mannigfaltig …!

von Jakob Michael Reinhold Lenz

Der „Komödienschreiber“ Jakob Michael Reinhold Lenz verfasst diese frühe Erzählung nach einem Gerichtsprozeß aus Straßburg, wo er zu der Zeit lebt. Anhand des Falles einer „Kindesmörderin“ wird er die moralische Grundhaltung jener Zeit thematisieren und hinterfragen. Wie bei ihm fast nicht anders zu erwarten, gibt es kein Entrinnen aus der Katastrophe.

Der junge Gelehrte Zerbin floh seinem Vater, der ihn in sein Gewerbe (Wucher) binden wollte. Auf sich allein gestellt, versucht Zerbin nun ein moralisch richtiges Leben zu führen. Mithilfe des Professors Gellert gelingt es auch ganz gut. Am Ende wird er aber selber sein größtes Unglück herbeirufen.


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